Johann Hieronymus Schroeter (1745 –
1816) machte Lilienthal um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert
zu einem der damals bedeutendsten Standorte der Astronomie. Das
selbstgebaute Teleskop des Oberamtmanns war das größte des europäischen
Festlands und bildete das Herzstück seines Observatoriums in der
kleinen Gemeinde. In Anbetracht der damaligen Mittel erzielte er
sensationelle Erkenntnisse für die Astronomie, welche noch heute
international hoch angesehen sind und den Grundstein für Bremen
als herausragenden Standort der Luft- und Raumfahrt legten.
Von Lilienthal aus wurde Schroeter mit seinen Mondbeobachtungen
bald zu einem der angesehensten Astronomen seiner Zeit.
Im Zuge der Befreiungskriege zwischen dem napoleonischen Frankreich
und seinen Gegnern brannten 1813 große Teile Lilienthals nieder und damit
gingen auch die im Amtshaus aufbewahrten Werke und Schriften Schroeters
verloren. Die Sternwarte blieb zunächst zwar erhalten, doch nach seinem
Tod 1816 zerfiel auch sie. |